Trekking für Anfänger: Alles, was du wissen musst, bevor du startest

Paar von hinten beim Wandern auf einem felsigen Küstenpfad – Mann und Frau mit Rucksäcken Hand in Hand auf einem Trekking-Trail

Trekking ist einer der zugänglichsten Sports überhaupt. Es braucht kein Fitnessstudio, keine teure Ausrüstung, keine jahrelange Vorbereitung. Es braucht ein paar geeignete Schuhe, etwas Planung und die Lust, rauszugehen. Und dennoch fühlen sich viele, die zum ersten Mal mit diesem Thema in Berührung kommen, schnell überfordert — zu viele Informationen, zu viele Produkte, zu viele widersprüchliche Ratschläge.

Dieser Guide schneidet das Überflüssige weg und kommt direkt zum Punkt. Alles, was du brauchst, bevor du anfängst, ohne technische Überkomplizierung und ohne Selbstverständliches vorauszusetzen.

Was Trekking ist und was nicht

Zunächst eine nützliche Unterscheidung. Trekking bedeutet, in der Natur auf Wegen zu wandern, für Zeiträume von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen. Es ist kein Alpinismus, kein Klettergeschirr, keine Seile, keine Klettertechnik erforderlich. Es ist kein Trail Running, man läuft nicht. Es ist kein Spaziergang in der Ebene, es gibt Höhenunterschiede, unebenes Gelände und eine gewisse Grundvorbereitung.

Es ist ein vollständiger Sport, der für fast jeden zugänglich ist, im eigenen Tempo betrieben wird und sich perfekt für Einsteiger eignet.

Körperliche Vorbereitung: Wie viel ist wirklich nötig

Die gute Nachricht: Man muss kein Athlet sein, um mit dem Trekking anzufangen. Die schlechte Nachricht: Körperlich unvorbereitet loszugehen ist die häufigste Ursache für negative Erfahrungen, Schmerzen und Verletzungen bei Anfängern.

Es ist nicht nötig, monatelang im Fitnessstudio zu trainieren. Es reicht, in den Wochen vor der ersten Tour regelmäßig zu gehen und dabei Distanz und Höhenmeter schrittweise zu steigern. Auch Treppensteigen ist ein hervorragendes Training für Beine und Ausdauer. Das Ziel ist, mit Beinen und Füßen zur ersten Tour anzukommen, die bereits an längere Belastungen gewöhnt sind.

Die wichtigste Regel für Anfänger: Weniger einplanen, als man zu schaffen glaubt. Eine Strecke von 8 km mit 400 Höhenmetern ist für untrainierte Menschen bereits anspruchsvoll. Besser mit Energie nach Hause kommen als erschöpft.

Wie man den ersten Trail auswählt

Die Wahl des Weges ist entscheidend für die erste Erfahrung. Ein zu schwieriger Weg kann dauerhaft abschrecken. Ein zu leichter kann langweilig sein. Die richtige Balance ist ein Trail, der fordert, ohne zu überfordern.

Die drei Kriterien, die es zu bewerten gilt: Gesamtlänge, Höhenunterschied und Geländetyp. Für eine erste Tour ist ein Weg zwischen 6 und 10 km mit maximal 300 bis 400 Höhenmetern auf gut markiertem Gelände ideal. Besser ausgesetzte Wege, Felspassagen oder Abschnitte, die Handeinsatz erfordern, vermeiden.

Apps wie Komoot, AllTrails oder Outdooractive ermöglichen es, Wege nach Schwierigkeitsgrad, Länge und Höhenmetern zu filtern, und zeigen Bewertungen von Leuten, die sie bereits gegangen sind. Unverzichtbare Werkzeuge, besonders für Einsteiger, die das Gelände noch nicht kennen.

Die Grundausrüstung: Was wirklich gebraucht wird

Hier gilt ein Prinzip: Lieber wenige richtige Dinge als viel unnötiges Zeug. Anfänger neigen dazu, zu viel zu kaufen oder nicht das Richtige. Hier ist, was wirklich gebraucht wird.

Die Schuhe

Sie haben absolute Priorität. Mit Stadtschnürern geht man nicht wandern, auch wenn der Weg einfach aussieht. Ein Wanderschuh bietet Knöchelunterstützung, eine Sohle mit ausreichend Grip und Schutz vor unebenem Gelände. Er muss nicht teuer sein, aber er muss speziell für den Outdoor-Einsatz konzipiert sein.

Für Einsteiger reicht ein niedriger oder mittelhober Schuh mit guter Gummisohle für die meisten Wege. Hohe Schuhe sind auf anspruchsvollerem Terrain oder für Menschen mit schwachen Knöcheln sinnvoll.

Die Socken

Bereits im Artikel über Blasen erwähnt — aber es lohnt sich, es zu wiederholen. Technische Wandersocken sind genauso unverzichtbar wie die Schuhe. Kein Baumwolle: nur Merinowolle oder Kunstfasern, die Feuchtigkeit managen und Reibung reduzieren.

Die Kleidung

Das Zwiebelprinzip gilt auch für Anfänger. Eine atmungsaktive Basisschicht, eine leichte Zwischenschicht und eine wind- und wasserabweisende Jacke sind alles, was für die meisten Frühjahrs- oder Herbsttouren gebraucht wird. Jeans vermeiden — sie saugen sich voll, werden schwer und trocknen nicht.

Der Rucksack

Für Tagestouren reicht ein Rucksack mit 20 bis 25 Litern. Er sollte verstellbare Träger haben, auf den Schultern bequem sitzen und das Gewicht gut verteilen. Kein großes Budget nötig, wichtig ist, dass er nicht einschneidet und nicht verrutscht.

Der Rucksackinhalt

Das Wesentliche für eine Tagestour: ausreichend Wasser, Energiesnacks, ein einfaches Erste-Hilfe-Set, Sonnencreme, ein Wechselpaar Socken, eine Karte oder das Handy mit der Trail-App und eine Regenjacke, auch wenn der Himmel blau ist. Das Wetter in den Bergen ändert sich schnell, und ein plötzlicher Regenschauer sollte niemanden unvorbereitet treffen.

Die ungeschriebenen Regeln des Trails

Trekking hat seine eigene Kultur, geprägt von Respekt gegenüber der Natur und anderen Wanderern. Wenige einfache Regeln, die man kennen sollte, bevor man loslegt.

Auf schmalen Wegen geht man hintereinander und lässt Aufsteigenden den Vorrang, wenn man absteigt. Man hinterlässt keinen Müll auf dem Weg, auch keine Obstschalen. Man grüßt, wen man trifft. Man respektiert Fauna und Flora: kein Pflücken, kein Stören von Tieren. Man bleibt auf dem markierten Weg, besonders in Schutzgebieten.

Diese Grundsätze zu respektieren ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit, es ist ein wesentlicher Teil des Trekking-Erlebnisses.

Der häufigste Fehler von Anfängern

Auf das "zu viel, zu früh" haben wir bereits hingewiesen. Aber es gibt einen zweiten, ebenso verbreiteten Fehler: den Rückweg unterschätzen. Viele Anfänger planen den Hinweg gut, vergessen aber, dass der Rückweg dieselbe Energie kostet, oft mehr, weil die Beine bereits müde sind und der Abstieg die Knie anders belastet als der Aufstieg.

Die praktische Faustregel: die Gesamtzeit der Tour berechnen und dabei einkalkulieren, dass der Abstieg etwa 60 bis 70 Prozent der Aufstiegszeit benötigt, und immer eine Sicherheitsmarge einplanen. Besser früher als erwartet oben ankommen als im Dunkeln weiterwandern.

Bereit für den ersten Trail?

Mit dem Wandern anzufangen ist eine der besten Entscheidungen, die man für das eigene körperliche und geistige Wohlbefinden treffen kann. Es braucht wenig, um gut anzufangen, aber dieses Wenige macht den ganzen Unterschied.

Unsere Outdoor-Kollektion ist bereits erhältlich, mit orthopädischen, wasserdichten und Trekkingschuhen für alle, die zum ersten Mal die Outdoor-Welt entdecken und für alle, die nie aufhören zu wandern.

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